Verstärkung für die Familienwohngruppen: Stefanie Hellmann ergänzt das Leitungsteam

15.01.17 | Die DASI hat Verstärkung für ihre Familienwohngruppen bekommen: Stefanie Hellmann vervollständigt das Leitungsteam und steht gemeinsam mit Günter Porath den Mitarbeitenden der Wohngruppen zur Seite.

Mit viel Erfahrung, Praxis und Wissen

Die letzten zweieinhalb Jahre war Stefanie Hellmann als Leitung für stationäre Mutter-Kind-Einrichtungen tätig, davor hatte sie bereits § 34-Angebote verantwortet, u.a. eine Familienwohngruppe. Dass das Kind voll und ganz im Mittelpunkt der Hilfe steht, war ein Grund, in den Bereich der Heimerziehung zurückzukehren – im Gegensatz zu den Mutter-Kind-Angeboten, wo immer der Spagat zwischen Hilfe für die Mutter einerseits und Hilfe für das Kind andererseits bewältigt werden muss. Ihren Berufseinstieg hatte die studierte Soziologin und Erziehungswissenschaftlerin im ambulanten Bereich als Familienhelferin, wobei sie sowohl praktisch arbeitete als auch das Team leitete. Kontinuierliche Fortbildung gehört zu ihrem Berufsleben dazu: Nach ihrem Magister in Jena machte sie ihren Master in Sozialmanagement in Berlin und befindet sich gerade in den letzten Zügen ihres Studiums in Systemische Therapie und Familientherapie. Diese Kenntnisse möchte sie auch in die Familienwohngruppen einbringen.

Neue Herausforderungen bei der DASI

„Ich freue mich auf die Herausforderungen, die auf mich zukommen, und auf die Zusammenarbeit mit Günter Porath als Leitungsteam und mit den Mitarbeitenden, die in den Familienwohngruppen eine fordernde und wichtige Arbeit leisten“, sagt die neue Leiterin der DASI-Wohngruppen. Sie ist es gewohnt, anzupacken und etwas zu bewegen - und das will sie auch bei der DASI.
Und es warten einige Herausforderungen: Themen, die sie bewegen, sind Mitarbeiterfürsorge, Personalakquise, Strukturierung der Wohngruppen und die Änderungen des SGB VIII.

Da sein … für die Mitarbeitenden

„Wichtig ist mir vor allem, die Mitarbeitenden zu unterstützen und für sie da zu sein, wenn sie an ihre Grenzen kommen. Ihre Arbeit ist sehr herausfordernd: Mit mehreren Kindern, die nicht die eigenen sind, zusammenleben und sie pädagogisch betreuen, mit der Herkunftsfamilie zusammenarbeiten, den Alltag meistern – die professionelle Haltung in allen Situationen zu wahren, ist nicht einfach. Dabei will ich den Mitarbeitenden zur Seite stehen und Ansprechpartnerin für sie sein, an die sie sich auch wenden können, wenn es ihnen nicht gut geht – mit der Arbeit oder privat“, erklärt die tatkräftige 35-Jährige.

Deshalb ist ihr auch ein enger Kontakt zu den Wohngruppen wichtig, ein regelmäßiger Austausch über das bisherige Maß hinaus. So kann ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufgebaut werden, dass es allen ermöglicht, etwas zu sagen, wenn der Schuh drückt.

Zusammenarbeit und kollegialer Umgang

Durch die Strukturierung der DASI werden einige ihrer bisherigen Aufgabenbereiche von übergreifenden Abteilungen abgenommen werden, so dass Stefanie Hellmann mehr Zeit für die Mitarbeitenden und die Kinder und Jugendlichen in den Einrichtungen hat: „ Ich sehe es auch als meine Aufgabe, eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen, sowohl im Kontakt mit allen Mitarbeitenden der Wohngruppen als auch in jeder einzelnen Wohngruppe selbst. Wenn sich die Teams gut verstehen und die Chemie stimmt, geht die Arbeit leichter von der Hand und die Kinder fühlen sich aufgehoben. Eine gute Zusammenarbeit und ein Zusammenhalt im Team ist das A und O für das Gelingen der Hilfe."

Ein Zuhause für die Kinder und Jugendlichen

Ganz vorne steht für die neue Leitungskraft, die Wohngruppen so auszurichten, dass in allen Gruppen familienähnliche Strukturen gegeben sind: „Das Wichtigste, was die Kinder brauchen, ist Beziehung und Bindung. Ohne eine verlässliche Beziehung kann die Hilfe nicht funktionieren. Wenn eine Bindung gewährleistet ist, kann das Kind sich zu Hause fühlen. Außerdem ist mir wichtig, dass die Kinder auch in der Hilfe beteiligt werden, sowohl in der Familienwohngruppe als auch von den Ämtern.“

Blick in die Zukunft

Stefanie Hellmann freut sich, dass sie sich mit ihrem Kollegen Günter Porath austauschen kann und sie gemeinsam an einem Strang ziehen. Sie schätzt auch ihre unterschiedlichen Blickwinkel, die sich ergänzen. Aus ihrer vorherigen Stelle nimmt sie den wirtschaftlichen Blick mit. Mit Besorgnis schaut sie auf die Änderungen des SGB VIII, deren Umsetzung den wirtschaftlichen Aspekt noch mehr in den Vordergrund rücken werden. Doch im Zentrum ihrer Arbeit steht für sie immer, dafür zu sorgen, dass die Basis stimmt. Denn sonst ist auch keine Wirtschaftlichkeit möglich.

Sowohl für neue Einrichtungen als auch für die Form der Angebote hat sie Ideen, die wir hier noch nicht verraten wollen. Aber wer am Ball bleibt, bekommt sicherlich noch etwas zu hören. Wir freuen uns, Stefanie Hellmann in unserem DASI-Team zu begrüßen und mit ihr eine tatkräftige und zielstrebige Leitung für unsere Familienwohngruppen gewonnen zu haben.